Trekkings und Expeditionen

Informative Hinweise für Bergreisen und Expeditionen

 

Essen bei Trekkingreisen
Art der Verpflegung hängt ganz vom Reiseland ab in welchem wir uns bewegen. So wirst Du beispielsweise während einer Kultur / Trekkingreise in Südamerika durchwegs in Restaurants speisen, die von mir oder unserer Agentur ausgewählt werden. Wichtigstes Kriterium dabei ist selbstverständlich immer Qualität, Sauberkeit und Service. Die Speisen in den Restaurants können landestypisch sein aber auch die internationale Küche beinhalten. Falls nicht anders in der Detailausschreibung erwähnt beinhaltet das Leistungspaket die Übernachtung, das Frühstück und Abendessen.
Während einer Trekkingreise in Nepal werden wir von unserer Küchenmannschaft versorgt, welche sich um ihr leibliches Wohl kümmern wird. Die Speisen hierbei können landestypisch sein, sind jedoch an unsere Eßgewohnheiten in Europa angelehnt. Versorgt wirst Du bei den Nepal-Trekkings in aller Regel mit einem reichhaltigen Frühstück, einem Mittagessen sowie einem Abendessen. Du wirst begeistert sein was sich unsere Küchenmannschaft für Dich einfallen lässt und vor allen Dingen wie diese Speisen mit der vorhandenen Küche zubereitet werden – fantastisch!

Essen bei Expeditionen
Bei unseren Expeditionen vertrauen wir auf unsere eingespielte Küchenmannschaft. Gutes Essen ist nicht nur wichtig um eine gute Leistung erbringen zu können sondern auch für die Stimmung. Im Basislager werden wir mit 3 Mahlzeiten täglich versorgt. Hierbei werden viele Nahrungsmittel bereits aus Deutschland in das jeweilige Reiseland verschickt. Hierbei handelt es sich um Dinge die im entsprechenden Reiseland nicht zu finden sind oder um Lebensmittel auf die wir während Expeditionen nicht verzichten möchten/können.
Für die Hochlager stehen Dir verschiedene Gerichte und andere Lebensmittel zur Auswahl welche Du ganz nach Deinen Bedürfnissen auswählen und einsetzen kannst. Von Fertiggerichten bis hin zu individuellen Speisen bieten wir hierbei alles.

Picknick – Zwischenverpflegung
Gerade bei Expeditionen, aber auch bei Trekkings ist es wichtig für kleine Zwischenmahlzeiten Leckereien mit dabei zu haben welche einem in der Höhe schmecken. Für mich ist beispielsweise im Hochlager besonders wichtig, dass ich Verpflegung mit dabei habe die mich anmacht und welche ich gerne esse. Hier kann es sich um Speck, Käse oder sonstige Leckereien handeln welche man gerne zu sich nimmt. Die Zwischenverpflegung kann jeweils schon zuhause portioniert und abgepackt werden. Aber wie gesagt es handelt sich hierbei um eine Picknickverpflegung oder spezielle Dinge die man gerne mit dabei hat und auf die man nicht verzichten möchte.

Übernachtungen im Hotel
Wir sind immer bedacht, Ihnen möglichst die besten Quartiere während der Anreise oder beim Trekking selbst zu bieten. Bedenken Sie jedoch, dass die Standards in den einzelnen Ländern vom europäischen Standard abweichen können. So ist während eines Trekkings in Nepal in einer „Lodge“ (einem landestypischen Gasthaus) kein 4-Sterne Hotel zu erwarten! Hinweise zu Quartiere findest Du in den Beschreibungen der einzelnen Touren.

Lodgetrekking
Lodge – eine Lodge ist ein einfaches aber komfortables Gasthaus im Himalaya Gebirge. Während unserer Lodgetrekkings bist Du untergebracht in Zweimannzimmern mit sauberen Betten. Toiletten (können jedoch aber auch einfach sein, Plumsklo) und fließend Wasser ist fast in allen Lodges vorhanden. Auf ein paar kleine Annehmlichkeiten muss man während eines Trekkings jedoch auch verzichten können. Ich möchte mich auch als Veranstalter im ökologischen System dieses Landes einpassen, deshalb ist es für mich wichtig, dass wir Duschmöglichkeiten nur dann nutzen werden, wenn die Warmwasserbereitung mittels Solarenergie und nicht aus holzbeheiztem Kreislauf stammt. Wasser für die persönlich kleine Wäsche wird immer gestellt, nur sollte man daran denken, dass der Energiebedarf für eine einzige Dusche eines Teilnehmers, welcher sein Wasser aus einem holzbeheiztem System bekommt enorm ist und das ökologische Gleichgewicht gewaltig stört. Wollen wir täglich die heiße Dusche und einen Hotelkomfort, ja dann sind wir zweifellos auf einer Trekkingreise schlechter aufgehoben als bei einer Pauschalreise.

Zeltübernachtungen – Zelttrekking
Während eines Zelttrekkings bist Du in Zweimannzelten untergebracht, welches Du mit einem Teilnehmer teilen wirst. Wir stellen für Trekkings und Expeditionen Liegematten für die Zelte. Wer jedoch auf seine spezielle Liegematte nicht verzichten möchte tut gut daran, seine eigene Matte mitzunehmen. Für Expeditionen kann ich nur den guten Tipp geben eine Liegematte für die Hochlager zu verwenden welche einen guten Schlafkomfort bietet. Eine Nacht im Hochlager in welcher man nicht schlafen kann, weil die Matte zu dünn oder zu wenig Isolation bietet kann unangenehm und schmerzhaft werden!

Hochlagerablauf
Für Expeditionsneulinge klingt das Hochlager immer sehr verlockend nach viel Abenteuer. Ehrlich gesagt, ist jedoch der Tag im Hochlager mit viel Arbeit verbunden. Meist wird versucht, das Hochlager möglichst noch bei Zeiten zu erreichen, um genügend Zeit für Kochen und die nötige Erholung zu haben. Der Hochlageraufenthalt ist meist anstrengend. Gerade die einfachen Tätigkeiten werden mit zunehmender Höhe schwieriger und anstrengender. Allein die Zubereitung des Essens kann Kräfte raubend werden. Das Anziehen am Morgen kostet je weiter oben man schläft verdammt viel Kraft und Zeit.

Wichtige Grundregeln im Hochlager
Auch wenn es manchmal schwer fällt, so ist genügend Flüssigkeitszufuhr in großer Höhe extrem wichtig. Selbst wenn man das Gefühl hat untertags nicht geschwitzt zu haben so verliert der Körper in der trockenen Höhenluft Unmengen an Flüssigkeit nur über die Atmung. Ein ausgewogener Flüssigkeitshaushalt ist auch für die körperliche Leistungsfähigkeit enorm wichtig um keine Leistungseinbußen hinnehmen zu müssen. Trinken Sie so viel wie möglich, auch wenn Sie das Gefühl haben schon genügend getrunken zu haben. Ein gutes Anzeichen für genügend Flüssigkeit im Körper ist das ausscheiden von hellem oder klarem Urin in der Höhe. Denken Sie daran, bereits am Abend Ihre Thermosflasche zu füllen. Das Schmelzen von Schnee benötigt viel Zeit und hält am Morgen besonders auf. Am Morgen wird nur das Wasser zubereitet, welches zum Frühstück benötigt wird!!! Ein guter Tipp an dieser Stelle: Ich verwende einen Wassersack mit einem Liter, welchen ich am Abend mit heißem Wasser fülle. Er dient in der Nacht als Wärmflasche und das Wasser daraus verwende ich am nächsten Morgen und muss es nur noch einmal kurz erhitzen. Somit bleibt mir das Schnee schmelzen am Morgen erspart!

Essen – Hochlagernahrung
Ich verwende ausschließlich Nahrungsmittel in den Hochlagern, welche mir auch in der Höhe schmecken und auf die ich Appetit habe. Mit dabei im Gepäck habe ich für die Hochlager Wurst, Käse oder Speck. Das macht mich in der Höhe an und schmeckt mir. Oft habe ich erlebt, dass mich die Hochlagernahrung (Tütenessen) nicht anmacht und dann esse ich nichts oder einfach zu wenig! Zum Frühstück nehme ich meist ein paar Keckse oder Ballisto zusammen mit Tee oder Kaffee zu mir. Hin und wieder kann es auch vorkommen, dass ich mir am Morgen eine Suppe mache, das hängt ganz davon ab, was mich im Moment gerade anmacht.

Kleiderordnung
Vor dem Gipfelgang richte ich mir bereits am Abend meine Kleidung zusammen, so dass ich am Morgen nicht lange erst danach suchen muss. In den letzten Lagern schlafen meist 3 Personen in einem Zelt, da ist es wichtig, dass jeder weiß wo seine Sachen sind, sonst endet das in einem absoluten Chaos! Eine Person beginnt am Morgen das Wasser für das Frühstück zuzubereiten, die anderen müssen während dieser Zeit ruhig liegen bleiben, denn es kann sich immer nur einer nach dem anderen zurecht machen. Den Expeditionsinnenschuh habe ich bereits über Nacht in meinem Schlafsack um diesen anzuwärmen. Wer Wärmebeutel einsetzt sollte diese aus der Verpackung nehmen, schütteln und dann noch einmal auf den Körper legen ( z. B. die Brust) damit diese auf Touren kommen. Dann packe ich die Beutel in meinen Innenschuh um diesen anzuwärmen. Ist der Schuh einmal vorgewärmt stecke ich die Beutel in meine Handschuhe um diese ebenfalls anzuwärmen. Haben sich so alle Teilnehmer fertig gemacht und gefrühstückt, dann wird aus dem Zelt gegangen. Man sollte dies in Absprache mit den Zeltnachbarn machen, denn sonst wartet man gegebenen Falls draußen zu lange bis alle fertig sind. Die Überschuhe mit den Steigeisen werden beim hinausgehen angelegt!

Ich präpariere mir bereits im Vorfeld einen Beutel mit frischer Unterwäsche und Socken, welche ich erst für den Gipfelgang benutze. Dieser Beutel sollte in den Hochlagern nach Möglichkeit wasserdicht verschlossen sein.

Gepäck Gipfelgang
Gerade beim Gipfelgang ist es wichtig möglichst einen leichten Rucksack mit sich zu führen. Hier sollte eine Trinkflasche, Ersatzhandschuhe, Verbandszeug sowie eine Kleinigkeit zum Essen mit dabei sein. Es gilt das Alte Motto – je leichter desto besser.

Expeditionsbergsteigen allgemein
All unsere Expeditionen werden von mir geleitet und begleitet. Jede Expedition ist vorab von einem Teilnehmertreffen begleitet, welches  Sie über die bevorstehende Expedition ausführlich informieren wird.

Gefahrenhinweis
Trotz sorgfältigster Planung und Vorbereitung bei allen Touren, ist ein gewisses Restrisiko bei allen Unternehmungen nicht auszuschließen. Ich treffe vor Ort trifft neben der optimalen Vorplanung die Entscheidung über die Route, den Tourenverlauf und deren Verhältnisse, sowie Konstitution und Leistungsstand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Jede Tour wird mit objektiven Gefahren des Bergsteigens wie beispielsweise Lawinengefahr, Stein- und Eisschlag, schwer vorherzusehende Wetterumstürze und daraus resultierende Gefahren, aber auch subjektiven Einflüssen, wie mentaler Überlastung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer behaftet bleiben und kann trotz bestem Ausbildungs- und Wissensstand unseres TEAMS nie ganz ausgeschlossen werden.

Hinweis Gipfelziele:
Der/die Gipfel können bei ungünstigen Witterungsbedingungen (Schneefall, Eis, Blankeis, Nebel, Regen, Lawinengefahr, Gewittergefahr, Steinschlag) nur unter erschwerter Bedingung oder auch gar nicht zu erreichen sein. Mit dem kurzfristigen Eintreten solcher Witterungsverhältnisse muss im Hochgebirge und speziell bei Trekkings und Expeditionen leider stets und zu jeder Jahres- und Tageszeit gerechnet werden.

Philosophie
Wer sich bei uns für die Teilnahme an einer Expedition entscheidet, egal ob es sich dabei um einen anspruchsvollen 6000er in Südamerika oder an noch höheren Gipfeln im Kaukasus oder im Himalaya handelt, muss sich darüber im Klaren sein, dass man bei solchen Unternehmungen immer einem gewissen Risiko ausgesetzt ist (siehe Gefahrenhinweis!). Beim Höhenbergsteigen kommen weitere Gefahren wie großer Flüssigkeitsverlust, Kälte, Unterkühlung, Erschöpfung und Höhenkrankheit hinzu.
Es erfordert enorme Erfahrung diese Risiken zu kennen und sie auch  vor Ort am Berg zu erkennen. Ich setze aus diesem Grund nur staatl. gepr. Berg- und Skiführer für die Leitung von Expeditionen zu höheren Gipfelzielen ein. Teamfähigkeit von Seiten der Teilnehmer sowie eine kritische Selbsteinschätzung jedes Teilnehmers setzen wir für diese Unternehmungen voraus.

Konzept
Du als Expeditionsteilnehmer bist angesprochen, Dich selbst zu überprüfen und die Frage zu stellen, ob Du dem/der entsprechenden Unternehmen gewachsen bist. Welche Touren hast Du bereits in der Vergangenheit bewältigt und welches Tourenziel strebst Du jetzt an? Beurteile und entscheide kritisch oder lass dich genau über die Expedition beraten. Seriöse Unternehmen informieren dich gerne und ausführlich über wichtige Punkte einer Expedition.

Alle Expeditionen werden von uns sorgfältig vorbereitet und geplant nach ökologischen und kulturellen Gesichtspunkten des jeweiligen Landes. Der Müll der von uns produziert bzw. mitgenommen wird, wird auch am Ende der Expedition von uns wieder entsorgt, bzw. an einem Platz wo dies geschehen kann, entsorgt werden.

Unsere Bergführer werden bei allen Expeditionen, jedoch nicht als FÜHRER im traditionell gesehenen Sinn, wie Sie es vielleicht von Alpentouren gewohnt sind, zum Einsatz kommen, sondern als Expeditionsleiter mit den Aufgaben der Koordination, Organisation, Sicherheitsexperte und selbstverständlich als Berater für taktische Fragen direkt vor Ort. Selbstverständlich wird der Berg-Führer jedoch an vorderster Stelle im bergsteigerischen Geschehen stehen, wenn es darum geht sicherheitsrelevante Entscheidungen über Lagerplätze, Absicherung und Routenwahl zu treffen.

All unsere Expeditionen werden unter dem Aspekt einer optimalen Akklimatisation vorbereitet und geplant. Mit einer „Hauruck-Aktion“ ist meist nur wenig zu gewinnen – im Gegenteil man setzt dabei sehr viel aufs Spiel. Ein optimales Akklimatisationsprogramm ist der Grundstein für eine gesunde Basis beim Expeditionsbergsteigen.
In das Höhenbergsteigen muss man mit der Zeit hineinwachsen. Eine vorschnelle und vor allem falsche Entscheidung kann fatale Auswirkungen haben. Erfahrung beim Expeditionsbergsteigen muss man langsam und über Jahre aufbauen. Sehr wichtig ist es, seinen Körper und vor allem seine Reaktionen kennen zu lernen, bevor man den nächsten Schritt macht – den nächsten Schritt in eine neue Höhe.  Ein Jeder muss in der Lage sein, den physischen Anforderungen aber auch der psychischen Belastung einer Expedition Stand zu halten. Schnee schmelzen frühmorgens auf 5000 Meter ist kein Problem, wie sieht es aber 2000 Meter weiter oben aus?  – Frühstücken, Material sortieren und sich auf einen Gipfelaufstieg vorzubereiten? Wer Erfahrung in diesen Höhen hat, verliert weniger Zeit und kann die Situation besser beurteilen und vor allem auf bereits vorhandenes Wissen zurückgreifen. Seien Sie selbstkritisch bei der Auswahl Ihres Expeditionszieles und fragen Sie lieber einmal mehr den Fachmann.

Nach der Frage Ihres Expeditionszieles bleibt natürlich die Frage offen, welchem Veranstalter Du dich anschließen willst. Kläre hierbei kritisch einige sehr wichtige Punkte: – Die Erfahrung des Veranstalters und vor allen Dingen des Expeditionsleiters (Bergführers) vor Ort, – ist ihr Expeditionsleiter ein staatlich gepr. Berg- und Skiführer, bzw. ein Bergführer-Anwärter mit den entsprechenden Qualifikationen; geht er selbst mit zum Berg oder bleibt er  im Basislager? Liegen die versprochenen Permits vor, welche Leistungen beinhaltet der ausgeschriebene Expeditionspreis, – wie ist es um die Sicherheit der Expedition bestellt: sind eine Apotheke, Notsauerstoff in ausreichender Menge und eine Überdruckkammer mit dabei, hat der Veranstalter auch eventuell ärztliche Betreuung zu bieten. Leistungsstarke Funkgeräte gehören heute zur Grundausrüstung jedes Expeditionsveranstalters, wie auch moderne und den Verhältnissen entsprechende Ausrüstung. Ein wichtiger Punkt ist die Beratung und Information durch Ihren Expeditionsveranstalter. Fragen Sie vor Ihrer Entscheidung kritisch nach, genau so wie bei sich selbst.

Akklimatisation
Siehe Service – Akklimatisation

Ausrüstung
Siehe Ausrüstungslisten

Fluggepäck
Das Thema Fluggepäck ist und bleibt ein leidiges Thema. Um diesen Punkt kurz zu halten: Es bleibt bei dem in den ausgeschriebenen Leistungen zugesicherten Fluggepäck. 1-3 Kilogramm mehr spielen in der Regel keine Rolle. Jedoch möchte ich an dieser Stelle auch ganz klar sagen, wer Übergepäck hat, egal beim Hin- oder Rückflug muss für die dadurch entstehenden Kosten selbst aufkommen! Der Preis für das Kilo Übergepäck schwankt von Airline zu Airline, und von Flugstrecke zu Flugstrecke, aber kann durchaus um die 20 bis 40 Euro pro Kilo betragen! Jeder Teilnehmer ist dazu angehalten mit dem zugesicherten Fluggepäck klar zu kommen! Ein kleiner Tipp: Meist hat man wirklich immer zu viel Gepäck mit dabei! Viele Sachen lassen sich schnell einmal mit der „kleinen Wäsche“ waschen und dann ist alles wieder auf Vordermann.