Schwierigkeit – Kondition

Was Du kannst – was Du können solltest!

Slider-74Sind wir nicht alle bei den verschiedensten Bergsportdisziplinen auf der Suche nach Spass, Freude, Erlebnissen und  nachhaltigen Eindrücken? Dazu gehört ein gewisses Maß Leistung zu erbringen, Entbehrungen auf sich zu nehmen und die Bereitschaft auf die Annehmlichkeiten und den Komfort zu verzichten. Damit der Bergurlaub zu einem nachhaltigen positiven Erlebnis wird gehört die realistische Selbsteinschätzung seines eigenen Könnens. Zu schnell wird sonst aus “gefordert” werden, “überfordert” sein. Bitte denk daran, dass Unternehmungen im Gebirge gewissen Wetterschwankungen und damit sich veränderten Bedingungen unterliegen. Schnell können sich hier die Bedingungen “verschärfen”. Plane stets bei Deiner Einschätzung mit einem persönlichen “Sicherheitspuffer”. Bei jeder Tour findest Du die Einteilung in Kondition und Technik. Bei verschiedenen Unternehmungen sind die Anforderungen noch speziell beschrieben. Die nachfolgenden Angaben sollen Dir als Richtlinie und “Mindestanforderungen” zur entsprechenden Tour dienen.

 

Kondition

* Aufstiege von 3-4 Stunden oder 800-1000 Höhenmetern.

 

Beachte, das sind nur die Aufstiegszeiten! Die täglichen Gehzeiten können natürlich durchaus länger sein.


* Bergreisen: Bei den Bergreisen ist die Anzahl an Höhenmetern oftmals geringer, dafür bewegen wir uns in einer größeren Höhe!

 

** Aufstiege von 5-6 Stunden oder 800-1200 Höhenmetern.

 

Beachte, das sind nur die Aufstiegszeiten! Die täglichen Gehzeiten können natürlich durchaus länger sein.

 

** Bergreisen: Bei den Bergreisen ist die Anzahl an Höhenmetern oftmals geringer, dafür bewegen wir uns in einer größeren Höhe!

*** Aufstiege von 6-7 Stunden oder 1000-1400 Höhenmetern.

 

Beachte, das sind nur die Aufstiegszeiten! Die täglichen Gehzeiten können natürlich durchaus länger sein.


*** Bergreisen: Bei den Bergreisen ist die Anzahl an Höhenmetern oftmals geringer, dafür bewegen wir uns in einer größeren Höhe!

**** Aufstiege von 7 Stunden und mehr oder 1400 Höhenmetern und mehr.

 

Beachte, das sind nur die Aufstiegszeiten! Die täglichen Gehzeiten können natürlich durchaus länger sein.


**** Bergreisen: Bei den Bergreisen ist die Anzahl an Höhenmetern oftmals geringer, dafür bewegen wir uns in einer größeren Höhe!

 

Technik

Skitouren: Du solltest ein klein wenig Skitourenerfahrung mitbringen, aber auch für sportliche Einsteiger ohne Skitourenkenntnisse geeignet. Der Parallelschwung auf der Piste wird beherrscht.

 

Hochtouren: Für sportliche Einsteiger auch ohne Vorkenntnisse im Gehen mit Steigeisen möglich.

 

Eisklettern: Schnupperkurs, keine Vorkenntnisse erforderlich.

 

Freeride / Heliskiing: Sichere Fahrtechnik (Parallelschwung in den meisten Schneearten) im Gelände bis 35 Grad Neigung.

 

Bergwandern: Tour für Einsteiger ohne große Bergwandererfahrung möglich. Die Wege sind meist sehr gut zu begehen.

 

Bergreisen: Reise für sportliche Einsteiger geeignet. Touren von kürzerer Dauer, die jedoch teilweise Trittsicherheit in Schwindelfreiheit erfordern.

 

Expeditionen/Skiexpeditionen: Es gelten hierbei die in der entsprechenden Kategorie (Hochtouren / Skitouren) angegebenen Mindestanforderungen. Bitte beachte auch die speziellen Hinweise in jeder Toureninformation!

Skitouren: Tiefschneeerfahrung notwendig, sowie der Parallelschwung sollte auf der Piste und auch im Tiefschnee beherrscht werden.

 

Hochtouren: Steigeisenerfahrung notwendig. Du solltest dich gut in Gletscher- und Firnflanken bis 40 Grad Neigung mit Steigeisen bewegen können.

 

Eisklettern: Grundkurs (Wasserfall)Eisklettern, die erforderlichen Knoten sowie die Handhabung der Kameradensicherung vom Klettern sollte Dir bekannt sein.

 

Freeride / Heliskiing: Sichere Fahrtechnik und zügige Fahrtechnik in allen Schneearten und Neigungen bis 40 Grad.

 

Bergwandern: Für sportliche Einsteiger geeignet. Du solltest dich auf Wanderwegen und schmäleren Pfaden gut bewegen können. Trittsicherheit wäre erwünschenswert.

 

Bergreisen: Solide Bergwandererfahrung sowie Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Gelegentliche Gletscherbegehungen mit längeren steileren Passagen können möglich sein (Grundkenntnisse im Gehen mit Steigeisen sind erwünscht).

 

Expeditionen/Skiexpeditionen: Es gelten hierbei die in der entsprechenden Kategorie (Hochtouren / Skitouren) angegebenen Mindestanforderungen. Bitte beachte auch die speziellen Hinweise in jeder Toureninformation!

Skitouren: Erfahrener Skitourengeher mit solider Abfahrtstechnik in allen Schneearten. Gelegentliche Gipfelanstieger erfordern den Einsatz von Steigeisen und Pickel.

 

Hochtouren: Erfahrener Hochtourengeher mit sicherem Umgang von Pickel und Steigeisen auch in steileren Gletscheranstiegen über 40 Grad Neigung. Kletterstellen im II.-III. Schwierigkeitsgrad solltest Du im Nachstieg auch mit Steigeisen gut meistern können.

 

Eisklettern: Geübter Eiskletterer der leichtere Vorstiege im Wasserfall bis WI 3 selbst vorsteigen kann.

 

Freeride / Heliskiing: Sichere Fahrtechnik und zügige Fahrtechnik in allen Schneearten und Neigungen bis 45 Grad.

 

Bergwandern: Du solltest bereits ein erfahrener Bergwanderer sein, der sich auf alpinen Bergwegen, Steigen und Pfaden gut und trittsicher bewegen kann. Du solltest schwindelfrei sein. Hin und wieder können auch einmal ausgesetzte (mit Tiefblicken) Wegpassagen und Streckenabschnitte mit dabei sein die trittsicher bewältigt werden können.

 

Bergreisen: Für den erfahrenen Bergsteiger. Sichere Anwendung von Pickel und Steigeisen in Gletscher und Firnflanken bis zu 40 Grad Neigung.

 

Expeditionen/Skiexpeditionen: Es gelten hierbei die in der entsprechenden Kategorie (Hochtouren / Skitouren) angegebenen Mindestanforderungen. Bitte beachte auch die speziellen Hinweise in jeder Toureninformation!

Skitouren: Für Skitourengeher mit Erfahrung im Hochgebirge. Aufstiege mit Seil über Gletscher, sowie Gipfelanstiege mit Steigeisen und Pickel, sowie grundsolide Abfahrtstechnik.

 

Hochtouren: Für den wirklich erfahrenen Bergsteiger, der problemlos auch in steilen Eispassagen sicher mit Steigeisen und Pickel (bis 50 Grad Neigung) unterwegs ist. Kletterstellen im oberen III. Schwierigkeitsgrad solltest Du im Nachstieg auch mit Steigeisen problemlos.

 

Eisklettern: Erfahrener Eiskletterer, der in Wasserfälle im Grad WI 4-5 sicher nachsteigen kann.

 

Freeride / Heliskiing: Sichere Fahrtechnik und zügige Fahrtechnik in allen Schneearten und Neigungen über 45 Grad.

 

Bergwandern: Du bist ein sehr erfahrener Bergwanderer, der ausgesetzte, hochalpine Bergwege, Pfade und Steige (kurze drahtseilversicherte Passagen) problemlos bewältigen kann. Absolut trittsicher und schwindelfrei.

 

Bergreisen: Für den erfahrenen Bergsteiger. Sichere Anwendung von Pickel und Steigeisen auch in steileren Passagen (Frontal- und Vertikalzackentechnik). Leichte Kletterstellen im II.- unteren III: Schwierigkeitsgrad sollten Dir im Nachstieg keine Probleme bereiten.

 

Expeditionen/Skiexpeditionen: Es gelten hierbei die in der entsprechenden Kategorie (Hochtouren / Skitouren) angegebenen Mindestanforderungen. Bitte beachte auch die speziellen Hinweise in jeder Toureninformation!

 

Schwierigkeitsskala Klettersteige

 

Einfache, gesicherte Wege. Flache oder senkrechte (kurze) Leitern und Eisenklammern zumeist im nicht sehr steilen Gelände. Vereinzelte Stellen können bereits ausgesetzt sein, aber einfach zu begehen (Felsbänder u. ä.). Das Gelände ist auch ohne Sicherungen leicht zu begehen (Ausnahme: Leitern über kleine Wandstufen) und weist gute Tritte und Griffe auf. Im Allgemeinen ist für trittsichere, schwindelfreie Geher noch keine Klettersteigselbstsicherung notwendig.
Bereits etwas steileres Felsgelände mit teilweise kleintrittigen, ausgesetzten Passagen. Senkrechte, längere Leitern, Eisenklammern, Trittstifte oder Ketten. Manche Passagen bereits anstrengend und kraftraubend, Ohne Versicherungen können die felstechnischen Schwierigkeiten bis zum 3. Schwierigkeitsgrad (UIAA) reichen. Auch viele routinierte Berggeher verwenden bereits eine Klettersteig-Grundausrüstung.
Steiles bis sehr steiles Felsgelände. Größtenteils kleintrittige Passagen, die fast immer ausgesetzt sind. Überhängende Leitern, Eisenklammern und Trittstifte, die auch etwas weiter auseinanderliegen können. Oft senkrechte, nur mit einem Stahlseil gesicherte Abschnitte. Teilweise bereits sehr kraftraubend. Ohne Versicherungen würden manche seilgesicherte Passagen schon den 4. Schwierigkeitsgrad (UIAA) aufweisen. Längere Anstiege in diesem Schwierigkeitsgrad zählen bereits zu den großen Klettersteig-Unternehmen. Klettersteigselbstsicherung ist auch dem routinierten Berggeher dringend zu empfehlen, Ungeübten sogar ein Seilschaftsverband mit einem erfahrenen Partner.
Senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände. Eisenklammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. Sehr ausgesetzter und steiler Fels, der in den meisten Fällen nur mit einem Stahlseil gesichert ist. Längere, senkrechte bis überhängende Passagen, wobei bereits ein gehöriges Maß an Armkraft erforderlich ist und auch einen guten, gesamtkörperlichen Trainingszustand voraussetzt. Manchmal auch in Kombination mit leichter Kletterei (bis zum 2. Schwierigkeitsgrat), die ohne Versicherungen bewältigt werden muß. Selbst für sehr Geübte ist eine Klettersteigkomplettausrüstung obligat, wird auch oft von routinierten Klettersteiggehern im Seilschaftsverband begangen. Keine Anfänger!

E-extrem schwierig: Extreme Anforderungen an Kraft, Trittsicherheit (ev. Kletterschuhe) und Schwindelfreiheit! Den Spezialisten vorbehalten. Dieser Schwierigkeitsgrad kommt bei Klettersteigen nur sehr selten vor. Seilschaftsverband praktisch obligat; oft kombiniert mit Kletterei. Ansonsten gelten alle Angaben im erhöhten Ausmaß wie unter “sehr schwer” beschrieben.

 

Quelle Schwierigkeitsbewertung Klettersteige: In Anlehnung an Schwierigkeitsbewertung von Klettersteigen bei http://www.styria-alpin.at  www.via-ferrata.de